Warum eine Organisation kein Freund sein sollte

Facebook ist wie Autofahren von Teenagern – jeder will es, wenige wissen, wie es geht, und am Ende bauen viele einen Crash. So geht es auch vielen Firmen und Organisationen, die sich gerne in sozialen Netzwerken tummeln – mit Startschwierigkeiten. Der größte Fehler: Anstatt eine ordentliche Fan-Page zu erstellen, richten sie ein persönliches Profil ein. Und dann suchen sie auch noch Freunde. Ohne mich. Aber ich will helfen und stelle nützliche Tipps für Facebook-Rookies vor.

Neulich stieß ich auf eine interessante Statusmeldung bei Facebook: “Person X (ich lasse Namen bewusst weg) ist jetzt mit Organisation Y befreundet.” Auch schön: “Bekleidungshaus X gefällt Stadt Y”. Als Social-Media-Ästhet bekomme ich da einen Würgereiz und möchte den Verantwortlichen zurufen: Frag doch erst jemanden, der sich auskennt! Ich möchte dieser Jemand sein.

Facebook hat Regeln

Facebook verbietet in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) explizit das Vermischen von persönlichen Profilen und kommerziellen bzw. öffentlichen Inhalten. Doch viele, die Facebook nutzen wollen, scheuen sich, zunächst unter ihren korrekten Namen einen ordentlichen Account anzulegen. Damit lässt sich dann eine ordentliche Fan-Page erstellen. Eigentlich ganz einfach. Aber es ergeht ihnen wie die oben genannten Teenager: Sex ja, aber bitte nicht ausziehen.

Die Vorteile von echten Fan-Pages

  • Man muss keine Freundschaftsanträge stellen, um mit dem Betrieb / der Organisation verbunden zu werden. Es muss lediglich „Gefällt mir“ geklickt werden.
  • Fan-Pages können in die Firmen-Webseite leichter integriert werden.
  • Statusmeldungen von Fan-Pages sind auch für Nicht-Facebook-Nutzer sichtbar.
  • Google findet Fan-Pages besser als persönliche Profile.
  • Fan-Pages lassen sich leichter anpassen an das Corperate-Design eines Unternehmens.
  • Fan-Pages und deren Betreiber sehen nicht die Statusmeldungen der Fans.

Außerdem habe ich eine ganz persönliche Abneigung gegen persönliche Unternehmensprofile. Ich will nicht der Freund von “Firma X” werden, wenn ich lediglich deren News lesen will. Ich will auch nicht, dass “Firma X” als mein “Freund” meine persönlichen Daten und Beiträge sieht, die ich eben nur für “Freunde” bei Facebook sichtbar gemacht habe.

Klar, es lassen sich Infos vor bestimmten Freunden verbergen, wenn man den richtigen Knopf in den Privatsphäre-Einstellung bedient. Doch wer sich nicht ständig mit den Funktionen von Facebook beschäftigt, findet diese Einstellung gar nicht.

Man sollte den Spielregeln von Facebook schon gehorchen, will man Teil des riesigen Netzwerkes sein. Fake-Accounts, also falsch angelegte Profile, sind verboten. Der Clou: Unter jedem Profil verbirgt sich der Knopf “Profil melden”. Damit kann man jeden Fake-Account bei Facebook petzen. Ich scheue nicht, diesen Knopf zu gebrauchen!

Wie geht’s denn nun richtig? Hier ein paar Tipps

Am einfachsten geht das Einrichten einer Fan-Page, wenn derjenige der die Seite erstellt, bereits bei Facebook mit einem persönlichen Profil angemeldet ist. Der klickt dann einfach auf diesen Link und schon kann er problemlos eine Seite erstellen: www.facebook.com/pages/create.php

Wer schon in die Falle getappt ist  und bereits eine persönliche Seite erstellt hat, der kann die Seite auch in eine Fan-Page transformieren. Der Link dazu hier:  www.facebook.com/pages/create.php?migrate

Noch Fragen? Es gibt einen guten Blog, der sich dem Thema Facebook und den professionellen Umgang damit widmet. Bei allfacebook.de gibt es eine gute Grundlagen-Erklärung für Firmen-Seiten. Der Link: www.allfacebook.de/einfuehrung-ueberblick

 

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