Was taugt die Stoppelmarkt-App?

Der Landkreis Vechta befindet sich seit Donnerstag  im Ausnahmezustand. Eines der größten Volksfeste Norddeutschlands, der Stoppelmarkt, ist bis zum Dienstag das Mekka für alle partyverrückten Südoldenburger. Zum Fest gibt es nun eine iPhone-App. Für den Stoppelblog habe ich sie getestet. //

Stoppelmarkt für die Hosentasche, das verspricht die passende App zum Fest. Die gibt es als native App für das iPhone und als mobile Webseite für alle anderen Smartphones. Was taugt die kleine Software, für die die Stadt Vechta und die Wirte immerhin 20.000 Euro ausgegeben haben? Ein Gang über die Stoppelmarkt mit Telefon in der Hand schaft Klarheit.

Das Design

Frisch und aufgeräumt kommt die App daher. Die Menüpunkte sind sehr gut lesbar und auch mit dicken, biergetränkten Fingern tippt der Benutzer schon auf die richtige Stelle. Besonders schick ist der gezeichnete Übersichtsplan. Dort sind die markantesten Punkte wie Riesenrad, Bahnhof, Kettenkarussell und Gewerbezelte abgebildet. Wer unten rechts auf das kleine Fadenkreuz klickt, kann seine Position via GPS bestimmen. Das klappt mit dem iPhone 4 sehr gut, das alte 3G hat hier Probleme. Das liegt aber am integrierten GPS-Empfänger und nicht an der App.

Finde dein Highlight

Was ist wann wo los? Dies beschäftigt jeden Stoppelmarkt-Gänger spätestens beim Betreten der Westerheide. Die App hilft. Sehr bequem scrollt der Nutzer durch die Tage und Programmpunkte, bestimmt die Position des Zelts und findet es auch via Fadenkreuz, GPS und Karte. Gleiches gilt auch für die Attraktionen, die einen eigenen Menüpunkt haben.

Finde dein Zelt

Wo steht noch mal das Picker’s Zelt? Die App hilft und lotst den App-Nutzer zur richtigen Position. Außerdem gibt es viel Lesestoff zum Zelt. Wer also eine ruhige Minute findet, kann sich die Historie und das Konzept einiger Zelt durchlesen. Da ist viel PR dabei. Aber schließlich wollen die Wirte auch Werbung in eigener Sache machen.

Finde nach Hause

Enttäuschend finde ich die Funktion „Hin & Weg“. Dort sind lediglich die Fahrpläne von Bus und Bahn (als PDF), die Position der Taxistände und die Übersicht der Parkplätze zu finden. Vor allem die teilweise unübersichtlichen Busfahrpläne sind nachts um 4 Uhr für die meisten bestimmt nicht mehr zu identifizieren. Am besten man merkt sich vorher, wann der letzte Bus nach Hause fährt. Da hilft die App nur begrenzt.

Wer braucht die App?

Wer seit zehn Jahren keinen Stoppelmarkt ausgelassen hat, kommt auch ohne App sehr gut zurecht. Das meiste ist bekannt. Die Position der Zelte und bekannten Attraktionen ist in jedem Jahr die gleiche. Spannend ist die App aber für Stoppelmarkt-Neulinge. Wer das erste Mal die Westerheide betritt, dem wird sein Taschentelefon zum richtigen Zelt zur richtigen Zeit führen.

Fazit

Die App ist gelungen. Sie liefert einen guten Überblick über die Geschehnisse zwischen Umzug und Feuerwerk. Als Stoppelmarkt-Neuling sollte man sich das kostenlose Programm auf sein iPhone laden.
Alte Stoppelhasen können auf die App verzichten, weil der meiste Inhalt bekannt ist – außer vielleicht das Zelte-Programm und einige neue Attraktionen. Die Stoppelhasen wünschen sich ein paar Funktionen mehr, wie zum Beispiel die Mitteilung seines Standpunktes via App an seine Freunde, oder eine bessere Einbindung an Facebook, Twitter & Co. Denn da kann die App noch eine Schippe drauf legen.
Und leider gibt es die App nur für das iPhone. Android- und Windowsphone-User müssen mit der mobilen Website vorlieb nehmen. Die funktioniert aber genauso gut.

Tipp

Die App ist mit 40 MB vergleichsweise groß. Daher kann sie nur via WLAN auf das iPhone geladen werden. Doch dank ihrer Größe stehen alle Funktionen und Inhalte auch dann zur Verfügung, wenn das Netz auf der Westerheide keinen UMTS-Empfang zulässt. Dann sollte der iPhone-Nutzer den Empfang von mobilen Daten in den Einstellungen deaktivieren. So läuft die App flüssiger.

Diesen Text habe ich als Gastbeitrag für den Stoppelblog verfasst. Das Magazin zum Stoppelmarkt ist zu finden unter www.stoppelblog.de

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